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20190729 WA0009 300hEgal ob in der Halle, auf dem Abreitplatz oder mitten in Feld und Wald, Reiten ist kein ungefährlicher Sport. Ob der gestürzte Reiter sich wieder erholt, hängt oft vom Verhalten der Menschen ab, die in unmittelbarer Nähe sind und sofort wirkungsvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen. Die Versorgung in Feld und Wald, abseits der Zivilisation, stellt den Ersthelfer vor besondere Herausforderungen.

Man kann nicht früh genug anfangen den Kindern einen 1. Hilfe Kurs anzubieten, um ihnen die Scheu zu nehmen, Sofortmaßnahmen am Unfallort zu ergreifen, argumentiert Sandra Vollert, und organisierte diesen Kurs speziell für Reiter in ihrem Ponyclub in Wahrendorf. Frithjof Meinke, gelernter Notfallsanitäter, leitete den Kurs. Hierbei stellten er und Sandra Vollert 13 Teilnehmern im Alter von sieben bis fünfzig Jahren erst einmal klar, wie wichtig der vorrausschauende Umgang mit dem Pferd als Fluchttier ist und dass sich der Reiter immer mit Helm und Weste schützen sollte. Wenn es dann zu einem Reitunfall, wie Sturz vom Pferd oder Tritt vom Vierbeiner kommt, wie sollte sich der Mitreiter verhalten? Wie überbrücke ich die Zeit bis der Notarzt kommt? Welche Informationen benötigt der Notarzt?

Lebensrettende Sofortmaßnahmen wurden mit Spaß und Freude und einem hohem Praxisanteil durchgeführt. Im Garten der Familie Vollert/Schmidt wurde bei Sonnenschein die stabile Seitenlage erklärt und praktiziert. Die Teilnehmer legten sich nach intensiver Schulung gegenseitig Kopf und Armverbände an. Ist keine Atmung vorhanden, kann von einem Kreislaufstillstand ausgegangen werden. Hier wurden die sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen vorgestellt und an Übungspuppen Herzdruckmassagen und Beatmung geübt. Die Teilnehmer haben viel gelernt und fühlten sich für die Zukunft sicherer im Falle einer Notsituation. Auch der Spaß kam nicht zu kurz. Eine wichtige Maßnahme, die regelmäßig im Pferdesport durchgeführt werden sollte.

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