Working Equitation auf dem Bredenfeldplatz
- Susanne Waechter

- 31. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Lensahn. Schon im März fand ein "Schnupperkurs" zu dieser besonderen Reitkunst aus Südeuropa in der Halle der Familie Klos statt. Jetzt organisierte der Reitverein Lensahn mit Liezza Fasch und Julia Lünstedt einen Working Equitation Lehrgang auf dem weitläufigen Sandplatz des Bredenfeldplatzes.
Ursprünglich sah man dieses Reiten in der praktischen Arbeit mit Rindern. Heute ist Working Equitation zu einer beliebten Breitensport Disziplin geworden und verbindet klassisches Dressurreiten mit Geschicklichkeit. Die Meisterin dieses Fachs ist Magda Konno aus Portugal.
Liezza Fasch stellte die Hindernisse zur Verfügung, die sie selbst gebaut hat.
Trainerin Julia Lünstedt ist Berufsreiterin und erfolgreich Dressur bis Klasse S und Springen bis Klasse M geritten. Diese reiterlichen Kenntnisse gibt sie jetzt in diesen speziellen Lehrgängen weiter.
Der Kurs in Lensahn war zügig ausgebucht, so dass sich am Samstag und Sonntag jeweils 10 Teilnehmer dem interessanten Trail stellten. Die jüngste Teilnehmerin war 10 Jahre alt. Einige Zuschauer, auch aus umliegenden Vereinen, applaudierten

begeistert, wenn das Paar eine Aufgabe gut bewältigt hat.
Zu den bekannten Hindernissen wie dem Tor, der Brücke (Picadera), der Glocke, wurden mehrere Slalom Strecken gefordert, in denen die Stangen in engen Volten umritten werden mussten. Einige bewältigten diese Aufgabe im Trab, die versammelteren Pferde galoppierten ihre Volten mit einfachen oder fliegenden Galoppwechseln. Ein Zeichen für eine solide Dressurausbildung.

Interessant war auch das Heranführen eines jungen Pferdes an die Brücke. Das Jungpferd wollte anfangs nicht auf die polternde Geduld, einem Lehrpferd und ohne Begrenzungen, liess sich die junge Stute dann doch überzeugen, dieses gefährliche Hindernis zu bewältigen.
Eine Paradeübung in einem solchen Parcours.
Geschicklichkeit und feine Hilfen erfordert auch das Durchreiten eines mit Stangen begrenzten engen Gangs in Form eines L´s. Erst dann gelangt man zur Glocke. Noch herausfordernder ist das Rückwärtsreiten dieser Glockengasse über den rechten Winkel.

Angepasst zu den Temperaturen zierte noch ein blauer Swimmingpool mit Kunsstoffenten den Parcours, um den in einer Volte geritten werden musste.
Höhepunkt, Show und das Ende des Trails ist die "Stierattrappe", bei uns ein Hirschgeweih, von dem mit der Garrocha, ein kleiner Ring abgenommen werden muss. Die Garrocha ist ein 3 bis 4 cm dicker und ca. 3.50 m langer Stab, der von den Vaqueros (berittene Rinderhirten) bei der täglichen Arbeit zum Treiben und Selektieren von Rindern und Stieren genutzt wird.

Diese Garrocha wird vorher im Galopp aufgenommen, der Ring gestochen und dann in eine Tonne verbracht.
Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und ihre Erfolgserlebnisse.
Wir danken Liezza Fasch für die Hindernisse, den Aufbau und die Organisation.

Wir danken Julia Lünstedt für das konstruktive Training und die wertvollen Tipps und Korrekturen.
Wir danken den Begleitpersonen für dir Kuchen- Kaffee- und Brötchenspenden.
Wir freuen uns über eine Fortsetzung dieses Trainings.
Der Vorstand



